Auf geht-s-der Reha-Podcast!

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Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 203 Mit neurologischer beruflicher Rehabilitation zurück ins Leben!

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Wie geht man an eine fast hoffnungslose Situation nach einem schweren Schädelhirntrauma heran. Gerade dann, wenn die Unfallfolgen nicht sichtbar sind, wird es schwer. Dies liegt daran, dass die Umwelt Schwierigkeiten hat, kognitive Veränderungen zu akzeptieren. Dies können Sprachprobleme, Wortfindungsstörungen, Probleme in der Handlungsplanung, der Merkfähigkeit usw. sein.

Volker Meinberg von Reha-Aktiv Bersenbrück hilft mit seinem Team in einer solchen Situation. Ganz konkret geht es um einen praktischen Fall. Jörgs Klient ist Opfer eines Geisterfahrers. Die Folgen des Schädelhirntraumas wurden zunächst nicht erkannt. Dann folgte eine lange mehrmonatige Rehabilitation im Aphasie-Zentrum Vechta. Der Handwerksberuf kann trotz aller Reha-Angebote leider nicht mehr ausgeübt werden.

Bei Reha-Aktiv Bersenbrück wird jetzt erst zunächst einmal geschaut, welche Stärken der Betroffene hat. Mit Katrin Sokoll-Potratz hilft eine erfahrene Neuropsychologin, die kognitiven Einschränkungen zu verringern.

Nach so langer Zeit ist natürlich auch die Motivation ein Thema. Wer viele Monate Rehabilitation in den Knochen stecken hat, darf auch einmal einen Motivationshänger haben. Für die an der Rehabilitation Beteiligten ist das nichts Ungewöhnliches. Allerdings sehen das Kostenträger naturgemäß etwas anders.

Ganz konkret wird Volker Meinberg dann im aktuellen Fall. Drei bis sechs Monate werden in der Regel benötigt, um die Leistungsfähigkeit herauszufinden. In dieser Zeit geht es auch darum, Stärken auszubauen. Was macht Spaß an der Arbeit und was kann geleistet werden? Und lässt es sich am alten Arbeitsplatz für den Betroffenen und den Arbeitgeber gewinnbringend einsetzen.

Dazu darf das Unfallopfer verschiedene Stationen durchlaufen, um das Richtige zu finden. Praktika helfen auch zur Orientierung. Manchmal sind sie wichtig für eine Neuorientierung in der Selbsteinschätzung. Dazu gehört dann auch, dass es einmal Täler zu durchwandern gibt, um daraus Kraft zu schöpfen. Dank des Teams von Reha-Aktiv-Bersenbrück ist dies leicht.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 202 Ein Leitfaden für Unfallopfer

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„Nach dem Unfall hat es mir regelrecht die Füße unter dem Boden weggezogen!“ Hat mir vor kurzem ein Verkehrsunfallopfer berichtet.

Die Frage ist, welche schnellen Hilfen Unfallopfer benötigen, wenn ein schwerer Unfall eingetreten ist? Im Anfangsstadium erst einmal Ruhe und einen guten Zuhörer. Das hört sich nicht nach viel an. Aber ganz ehrlich, wer nimmt sich schon mal Zeit zum Zuhören?

Und dann muss es ja auch weiter gehen. Gleich im Krankenhaus gibt es einen Sozialdienst. Dieser kann erste Maßnahmen einleiten. Zum Beispiel die anschließende Rehabilitation beim Kostenträger zu beantragen.

Und dann? Die Deutsche Interessengemeinschaft für Unfallopfer e. V. (DIVO) hat sich diesem und vielen anderen Themen in einem Leitfaden gewidmet.

Ruhig auf ein Unfallopfer zuzugehen ist einer der Tipps des Leitfadens der DIVO. Auch dann, wenn die betroffene Person gerade nicht ansprechbar ist. Mut machen ist ein Ziel des Leitfadens.

In wenigen Worten wird erklärt, wann und wie eine gesetzliche Betreuung eingerichtet wird.

Und was ist denn mit dem Verbleib von Geldleistungen? Können zum Beispiel Eltern mit den Geldern einfach machen was sie wollen?

Die Leistungen von privaten und gesetzlichen Kostenträgern werden erklärt. Auch wenn die Zusammenarbeit mit dem Anwalt nicht klappt wird thematisiert.

Im Leitfaden der DIVO wird auch auf ärztliche Prognosen eingegangen. Sie sind eine Aussicht. Nicht mehr und nicht weniger. Unfallfolgen können sich in alle Richtungen bewegen. Das gilt gerade bei schweren Verletzungen, wie zum Beispiel einem Schädel-Hirn-Trauma.

Insgesamt ist der Leitfaden der DIVO eine tolle Hilfe für Unfallopfer.

Wenn du mehr von der DIVO erfahren willst, empfehle ich dir Sendung 47 vom 25 November 2014 mit Eduard Herwartz.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 201 Schnelle Hilfe für Verkehrsunfallopfer

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Schwer verletzte Unfallopfer haben es nicht leicht wieder im Leben Fuß zu fassen. Das liegt oft an einer fehlenden Behandlungskette. Nach der Akutbehandlung folgt nicht immer die optimale medizinische Rehabilitation. In der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften/Unfallkassen) gibt es dafür das Instrument der Heilverfahrenssteuerung. Die freie Arztwahl kann bei schweren Unfallfolgen sogar eingeschränkt werden (§ 28 Abs. 4 SGB VII).

Nach schweren Verkehrsunfällen ohne Beteiligung von Berufsgenossenschaften liegt genau hier das Problem. Geschädigte kommen nicht oder verspätet in die richtige Rehabilitationseinrichtung. Weder das Entlassmanagement (§ 39 Absatz 1 a SGB V) noch das Wunsch- und Wahlrecht (§ 8 SGB IX) haben hieran etwas geändert.

Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige leiden hierunter. Die Genesung wird verzögert, die Familie belastet. Zum Beispiel weil der Haushalt nicht wie bisher geführt werden kann. Oder es entwickeln sich Zukunftsängste, weil der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.

Die zuständigen Versicherungen erfahren nicht selten zu spät von diesen schweren Schicksalen. Sie können somit nicht rechtzeitig Reha-Beratungen oder andere Leistungen anbieten.

Zu diesem Zeitpunkt ist häufig nicht bekannt, welcher Versicherer für den Verkehrsunfall zuständig ist. Hierfür gibt es den Zentralruf der Autoversicherer. Seit Ende Oktober 2019 besteht die Möglichkeit, mit dem „Stichwort Reha“ Leistungen des Versicherers anzuschieben.

Andreas Bretzler vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht im aktuellen Gespräch mit Jörg Dommershausen deutlich, dass es nicht darum geht,
dass ein Versicherungsvertreter am Krankenbett erscheint. Absicht ist es, dass das Unfallopfer und seine Angehörigen eine “Reha-Ansprechstelle“ erhält.

Die Entscheidung für oder gegen Angebote liegt ausschließlich bei der geschädigten Person, stellt Andreas Bretzler klar. Die Beteiligung von Angehörigen, Rechtsvertretern oder Bevollmächtigten Sozialdiensten ist laut Andreas Bretzler sogar gewünscht.

Der GDV hat für die einschlägigen Fälle ein Merkblatt entwickelt, das Reha-Management Oldenburg als PDF-Datei zum Herunterladen anbietet.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 200 In der Gruppe bist du stark!

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Phantomschmerzen und Sturzängste sind Wahrnehmungen, die Menschen nach Amputation beeinflussen. Die Frage ist, wie man solche Probleme löst und wie Lebensqualität wiedergefunden werden kann. Helfen kann dabei ein Austausch auf Augenhöhe. „Prothesen in Bewegung“ ist eine Selbsthilfegruppe in Friedeburg, die im wahrsten Sinne des Wortes mit Bewegung diese Themen angeht.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 199 Prothesen in Bewegung

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Alles alleine zu machen macht auch keinen Spaß. Und dann vielleicht noch Informationen zu bekommen, wie du an die richtige Prothese oder Orthese kommst, kann Sinn machen. Was zahlten Kostenträger und wie musst du deinen Antrag gestalten, um Erfolg bei der Krankenkasse zu haben? Wie kannst du nach langer Inaktivität wieder körperlich aktiv werden? Prothesen in Bewegung ist eine Selbsthilfegruppe in Friedeburg, die dir helfen kann.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 198 Alle Jahre wieder!

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Jedes Jahr wieder kommen die guten Vorsätze zum Jahreswechsel. Und damit wird auch ein gutes Geschäft gemacht. Diäten und Sport haben Konjunktur. Und macht das Sinn? Wir wissen, dass viele Menschen damit nicht langfristigen Erfolg haben. Trotzdem folgen viele Menschen der Idee, es jetzt zu schaffen. Der Reha-Podcast geht nicht auf die guten Vorsätze ein. Wir blicken zurück und nach vorne.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 197 Um Therapien kämpfen

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Das ärztliche Budget verhindert manchmal, dass notwendige Therapien verordnet werden. Dabei ist es auch die Angst des Arztes vor einem Regress der Krankenkasse, der dies verhindert. Aber das ist größtenteils unbegründet. Denn gerade im Bereich von Neurotherapien ist es möglich außerhalb des Regelfalles zu verordnen.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 195 Chancen mit Ergotherapie

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Jörg Albers ist Ergotherapeut mit Leib und Seele. Nach seinem beruflichen Vorleben als Schlosser kam irgendwann die Frage für Jörg Albers, ob er den richtigen Beruf gewählt hat. Was mit Menschen zu machen war die Idee des Emsländers. Was war da naheliegender als die Fähigkeiten aus dem Schlosserberuf mitzunehmen und zum Ergotherapeuten umzusatteln.

1999 begann Jörg Albers in Georgsmarienhütte als angestellter Ergotherapeut. Seit 2005 ist Jörg Albers selbstständig in seiner Praxis tätig.

Gerade die Arbeit mit einem tollen Team mit Kindern, jungen Erwachsenen und alten Menschen motiviert Jörg Albers jeden Tag. „Mein Beruf füllt mein komplettes Leben aus“, erklärt Jörg Albers.

Um für seine Patienten viel zu erreichen, ist für Jörg Albers die Teilhabe am Leben entscheidend.
Ganz konkret in einem Fall eines 90-Jährigen (der unverschuldet auf der Straße als Rollator-Fahrer angefahren wurde) ging es darum, dass der Betroffene nicht in eine Reha-Klinik wollte.

Trotzdem hatte der ältere Herr Ziele, die ihn wieder unabhängig machen sollten. Und das mit 90 Jahren!
Erste Aufgabe von Jörg Albers und seinem Team war es, bestehende Ängste vor einem Versagen zu nehmen. Trotz des einen oder anderen Misserfolges konnte die Frustrationsschwelle gesenkt werden.

Jetzt freut sich das 90-jährige Unfallopfer über jeden auch so kleinen Erfolg und kann Lob annehmen.
Die Familie wurde entlastet und freut sich über die Entwicklung ihres Angehörigen.

In der nächsten Sendung von „Auf geht’s - der Reha-Podcast!“ wird Jörg Albers ganz konkret berichten, was genau für diesen Erfolg entscheidend war.

Auf geht’s – der Reha-Podcast Folge 194 Glauben – mit System

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Warum kommen manche Unfallopfer offensichtlich mühelos mit Ihrem Schicksal klar? Warum schaffen sie Dinge, die sich andere nicht einmal ohne Unfall zutrauen? Möglicherweise liegt es an ihren Repräsentationen, die sie mit ihren Glaubenssätzen und somit zu ihrem Glaubenssystem verknüpft haben.

Über diesen Podcast

Der "Auf geht's - der Reha-Podcast" richtet sich an (Verkehrs-)Unfallopfer und deren Angehörige, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Versicherungen die sich mit Personenschadenmanagement beschäftigen sowie an alle an sozialer, medizinischer und beruflicher Rehabilitation Interessierten. Ohne Fachsprache unterstützt der "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige bei Ihrer Veränderung.

von und mit Jörg Dommershausen

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