Auf geht-s-der Reha-Podcast!
00:00:00: Warum Jonas erst weiterkam, als er sich selbst steuern konnte?
00:00:04: Das erfährst du nach dem Intro.
00:00:06: Bis gleich!
00:00:25: Ja Jonas wollte alles richtig machen und hat sich selber ausgebremst.
00:00:29: und vielleicht erinnerst Du Dich an die letzte Sendung vom Auf geht's der Reha-Podcast.
00:00:34: Da hatten wir das Thema Feedback, also alle insbesondere die Kolleginnen und Kollegen von Jonas und Jonas selber waren der Meinung, der Plan ist in die Hose gegangen.
00:00:46: und ja es ist allerdings anders gewesen denn es war lediglich eine Rückmeldung ein Feedback.
00:00:52: dann der Plan war gut er durfte nur etwas angepasst werden.
00:00:56: Das war die Situation in der letzten Sendung.
00:00:59: heute gehen wir darauf ein was wir mit Jonas erarbeiten konnten und da war ein Thema sehr wichtig.
00:01:06: Nachdem man sich in den ersten Tagen der Arbeits- und Belastungserprobung beweisen wollte, wie belastbar ist
00:01:13: usw.,
00:01:15: merkte er schnell dass das Ganze ja nicht funktioniert.
00:01:19: für ihn war es wirklich sehr frustrierend!
00:01:21: Er versuchte einfach viel zu behalten, viel zu erledigen und genau da zeigten sich seine Grenzen auf.
00:01:27: und das war genau der Punkt.
00:01:29: Die Konzentration ging weg, er hatte Probleme Handlungen zu planen.
00:01:32: Er hat viele Dinge nicht mehr verstanden.
00:01:34: Er konnte sich viele Dinge nie merken und wir haben dann zusammen in einem Telefonat besprochen dass wir vielleicht einen anderen Weg gehen dürfen und das wurde unterstützt durch den Neuropsychologen.
00:01:46: Jonas hat angefangen aufzuhören zu kämpfen sondern hat angefang sich selber zu steuern.
00:01:52: man kann auch sagen da wo Jonas Energien hingehen Ja, da hat er sie auch entsprechend richtig eingesetzt.
00:01:59: Und ein Ergebnis unserer Zusammenarbeit war den Fokus neu zu setzen – also genau auf die Dinge neu zu schauen!
00:02:09: Das war für Jonas aber wie sich zum Schluss raus stellte auf wir seine Kollegen und Kollegen eine ganz neue Erfahrung.
00:02:17: Ein Punkt war erst einmal die Aufgaben aus seinem Kopf rauszuholen denn Jonas war der Meinung So wie er das vor dem Unfall gemacht hat, einfach alles so aus dem Kopf machen zu können.
00:02:28: Und das war ein Grund für seine Überforderungstendenzen.
00:02:33: Was haben wir gemacht?
00:02:33: Wir haben ein kleines Heft besorgt bzw.
00:02:36: es durfte er sich selber kaufen und wir haben Aufgaben rausgenommen, aus dem Kopf und in dieses Heft reingibtan.
00:02:44: Das heißt wenn er einen Arbeitsauftrag bekommen hat – das war auch mit seinem Vorgesetzten abgestimmt – hat er sich diese Aufgaben in sein Aufgabenheft konkret reingeschrieben.
00:02:55: Er hat sich aber nicht nur die Aufgabe reingeschrieben, sondern auch die Prioritäten, die einzelnen Schritte wie die nacheinander gemacht werden sollten und das Ergebnis war dass er seine Energien mehr einsetzen konnte weil ein Teil praktisch aufgeschrieben.
00:03:14: Das Spannende war, dass sogar einige seiner Kollegen und Kollegen sich das abgeschaut haben und mitgemacht haben.
00:03:21: Und das war das Erstaunliche!
00:03:23: Der Vorgesetzte gab mir das Feedback.
00:03:26: Es hat sich einiges verändert in der Produktivität In der Gruppe vor dem Unfall.
00:03:32: Da war der große Bayer Jonas und ist einfach so auf die Aufgaben in seinem Unternehmen zugegangen.
00:03:38: Er hatte eine Aufgabe bekommen, er hat improvisiert war dafür auch bekannt, viel improvisieren zu können.
00:03:44: Er hat viele Probleme gelöst und das hat jetzt seinen Kopf überfordert.
00:03:50: Mit diesem Häftchen hat er angefangen genauer zu planen.
00:03:53: Er hatte sich seine Aufgaben angeschaut und neben den Aufgaben die er in seinem Arbeitsauftrag mitzuerledigen hatte, hat er Schritt für Schritt geplant zwischen Ergebnisse geprüft und letztendlich konnte er sich dann sozusagen am Arbeitsauftrag entlanghangeln, wenn man so will.
00:04:13: Das hat eben unheimlich viel Sicherheit gegeben.
00:04:17: Eine Sache mussten wir allerdings noch lösen dass er nach wie vor der Meinung war ja ich kann es einmal mal so durchziehen und wenn du zur Schule gegangen bist dann erinnerst du dich vielleicht noch an die Pausenglocke in der Schule die für die kleinen pausen und für den großen Pausen geschält haben.
00:04:35: Und sowas haben wir auch für Jonas eingerichtet und zwar ganz einfach.
00:04:40: Er hat dieses kleine Hilfsmittel bekommen, nämlich ein Handy.
00:04:43: Das hatte er so oder so gehabt und wir haben angefangen Pausenzeiten im Absprache mit der Neuropsychologie die so die mentale Leistungsfähigkeit gut einschätzen kann oder konnte Pausenseiten erstmal festzulegen.
00:04:59: Und da ging es erst mal darum klein anzufangen.
00:05:02: Du merkst auch hier wieder kleine Schritte Also die erste Pause nach zwanzig Minuten.
00:05:08: Und für Jonas war das ein riesener Volkserlebnis, dass er merkte, je mehr er in kleinen Schritten diese Pausen nach hinten verschiebt, desto mehr kann er für sich arbeiten leisten und er fühlt sich damit wohler.
00:05:23: Er konnte seine Energien viel besser steuern.
00:05:26: was er auch daraus gelernt hat ist, dass das Durcharbeiten gar nicht so produktiv ist und dass Pausens überhaupt keine Schwächen sind sondern es ist ein Ausdruck produktiv zu arbeiten und sich noch an die Dinge heranzuarbeiten, aber auch die Dinge kontrolliert anzugeben.
00:05:48: Und in den Pausen hat er sich zum Beispiel seinen Aufgabenheft auch genommen und gesagt okay ich schau das nochmal nach, hat auch einige Entspannungsüberungen gelernt wie z.B.
00:05:58: richtig atmen für eine Minute usw.
00:06:01: Es hat ihn wieder ein Stück runtergebracht und ihm neue Energien gegeben.
00:06:04: insgesamt haben ihn diese beiden Schritte ruhiger gemacht.
00:06:08: Er sagt, ich bin viel klarer im Kopf und Ich bin viel sicherer geworden.
00:06:14: Und diese Sicherheit hat man dann seinen Gesicht ablesen können und er hatte es selber geregelt.
00:06:21: Das war für sein Selbstwertgefühl unheimlich wichtig.
00:06:24: Wenn du selbst betroffen bist und vielleicht kein Reha-Management an deiner Seite hast Dann stell dir die Frage was sind heute die Aufgaben?
00:06:32: In welchem Zeitraum kann ich diese lösen?
00:06:35: Wie kann ich diese Aufgaben unterteilen?
00:06:38: Frage nach, wer dich in deinem Unternehmen unterstützen kann.
00:06:42: Mir ist bewusst das bei wirtschaftlichen schwierigen Lagen wie wir sehr in der Zeit haben da die Solidarität manchmal ein bisschen hinten dran blatt.
00:06:49: aber hol dir Hilfe!
00:06:51: Das wäre zum Beispiel auch eine Möglichkeit um Arbeit besser zu strukturieren damit du deine Energien besser einsetzt und dich auf die Dinge fokussieren kannst, die in dem Augenblick im Arbeitskontext wichtig sind.
00:07:04: Und diese Energie bringt dich langsam voran damit du Fortschritte selbst erleben kannst.
00:07:11: Jonas hat gelernt sich zu strukturieren, sich zu fokusieren aber letztendlich ging es um was ganz viel größeres kann man letztendlichen sagen und zwar wie finde ich zu mir zurück?
00:07:24: Wie definiere ich mich in meinem Umfeld nicht nur über den Unfall und seine Unfallfolgen, also raus aus der Opferrolle.
00:07:33: Sondern wie lebe ich mein Leben?
00:07:36: Zwei Punkt Null nach so einem schweren Unfall!
00:07:38: Über diese Sache unterhalten wir uns in der letzten Folge, in der es um Jonas geht – in zwei Wochen.
00:07:44: Bis dahin wünsche ich dir alles Gute, bleib vor allem gesund und vielleicht hören oder sehen wir uns wieder in zwei Woche.
00:07:50: Bis Dahin Tschüss!
00:07:55: Das war eine Folge von Auf geht's, der Reha-Podcast.
00:07:59: Eine Produktion von Reha Management Nord.
00:08:02: Weitere Informationen über uns finden Sie im Internet unter www.rehamanagement-nord.de.