Unfallrehabilitation: Warum sich der wahre Bedarf erst zu Hause zeigt - Folge 357
In diesem Beitrag geht es mal wieder um einen Fall aus der Unfallrehabilitation. Ein Motorrollerfahrer überlebte einen schweren Verkehrsunfall nur knapp. Er verbrachte mehrere Monate im BG Klinikum Bergmannsheil. Heute geht er wieder selbstständig.
Ich begleite dieses Unfallopfer als Reha-Manager seit vielen Monaten. Die stationäre Rehabilitation war entscheidend für die Stabilisierung. Im NRZ Friedehorst Bremen erhielt unser Klient eine gezielte neurologische Nachbehandlung. Dort entstanden klare Therapie- und Teilhabeziele.
Der eigentliche Bedarf zeigte sich erst nach der Rückkehr nach Hause. Die Wohnraumanpassung reichte nicht aus. Wege, Abläufe und Belastungen unterschieden sich stark vom Klinikalltag. Anpassungen wurden notwendig.
Die Therapieplanung blieb deshalb flexibel. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie orientierten sich am Alltag. Übungen müssen zu Hause funktionieren. Nur so entsteht Fortschritt für das Unfallopfer und für seine Familie. Geduld spielte eine zentrale Rolle. Rehabilitation braucht Zeit und Struktur. Familie und Freunde unterstützten den Prozess. Jeder kleine Schritt brachte den Patienten näher an ein selbstbestimmtes Leben.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung durch Fachpersonen. Wenn in diesem Text nur eine Form oder ein Geschlecht genannt wird, sind immer alle Geschlechter und Geschlechteridentitäten mitgemeint
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